Fair Fashion - der lange Weg zur "sauberen" Kleidung

MADE IN HELL – Hergestellt im rechtsfreien Raum – kein Mindestlohn – 90h Arbeitswoche – 100% Ausbeutung – kein Arbeitsschutz

 

Das sind erstmal Statements, die im Kopf bleiben. Und das ganz bewusst. Frank Herrmann, Sachbuchautor und Experte für fairen Handel, spricht bei seinem Vortrag am Samstag anlässlich des Infoabends Faire Mode im EinsteinHaus genau darüber und versucht uns als Verbraucher ein wenig die Augen zu öffnen. Einige Zahlen, die mich nachhaltig beeindruckt haben: 62,3 Mrd. Euro geben wir pro Jahr für Kleidung aus. Der Stundenlohn einer Näherin aus Bangladesch? Gerade mal 31 Cent!!! Was können wir tun? Boykottieren? Jein! Herrmann empfiehlt eher den positiven Weg: die Unternehmen belohnen, die es richtig machen. Auf einheimische Produktion achten, Unternehmen unterstützen, die der FAIRWEAR Foundation beigetreten sind. Sich an Protestaktionen im Internet gegen unmenschliche Arbeitsbedingungen beteiligen. Auch mal im Lieblingsgeschäft unbequem nachfragen, wie es mit fairer Mode steht. Konsum einschränken. Kleidung beim Discounter liegen lassen. …

Es ist nicht genug zu wissen - man muss auch anwenden.

Es ist nicht genug zu wollen - man muss auch tun. (Goethe)